Interdisziplinäre Fachtagung: EduMedia 2009 Rückblick 1
Wie können wir gemeinsam unsere Kreativität in Innovation münden lassen?
Wie wird aus Gedanken und Gesprächen ein Aushandlungsverfahren in dem emergentes Wissen entsteht?
Und vor allem:
Wie können wir diesen Prozess mit entsprechenden Techniken und Verfahren gestalten und unterstützen?
Diesen und ähnlichen Fragen geht Markus F. Peschl auf den Grund und zeigt mit seinen MitarbeiterInnen in einem Workshop gleich eine Methodik, wie kreative Innovationsprozesse als soziale Aushandlungsprozesse in Gruppen gestaltet werden können. Der Praxisworkshop „Methoden der gemeinschaftlichen Wissensgenerierung“ hat nicht nur das gemeinsame Potential der TeilnehmerInnen erschlossen und Kreativtät stimuliert sondern auch unsere impliziten und mitunter als selbstverständlcih verschwiegenen Grundsätze und Grundannahmen zum gestellten Thema „Was ist (das) Neu(e) in der Hochschule?“ mobilisiert.
Als persönliche Reflexion habe ich mir Gedanken über den Einfluss gruppendynamischer Prozesse auf solche Aushandlungsverfahren gemacht und unter welchen Gegebenheiten dabei nicht „Alpha-Tier“-Innovation sondern ein gemeinschafltiches Ganzes Ergebniss sein kann (…) .
Ich habe mir auch überlegt inwieweit die Visualisierung von Denkprozessen (Mapping u. ä. ) einerseits nicht nur das Verständnis von Gedanken erleichtert, sondern vielleicht auch das Ergebnis beeinflussen oder verändern, indem die Konstruktion von „guter Gestalt“ – im Sinne der Gestaltpsychologie ein Bild entstehen läßt, dass nicht gegenstandsbezogen „richtig“ sein muss, aber eine schlüssige Form im jeweiligen Darstellungsmodus erbringt. In welchem Zusammenhang stehen Abbildung-Visualisierung-Ergebnis mit der jeweiligen Methode, wie beeinflusst das Verfahren den Aushandlungsprozesses bzw. vor allem das Ergebnis bzw. wie kann ich bei solchen Verfahren gewährleisten, dass das Ergebnis einerseits die kreativität nicht von den Sozialkompetenzen der Teilnehmenden bzs. nicht von der Form der verwendeten Visualisierung abhängt sondern gegenstandadequat und bezogen ist?
Was mich – dann vor allem auch im Vortrag („Innovation als verteilter, kollaborativer Prozess der Wissensgenerierung„) von Markus F. Peschl fasziniert hat, ist die Idee von „enabling spaces“ – von Räumen, die diese Zusammenarbeit ermöglichen und unterstützen). In welcher Ausgestaltung, die dann auch immer gedacht werden, kann ja ganz unterschieldiche Dimensionen und konkrete Ausprägungen finden. Und darin finde ich die Arbeiten von Markus F. Peschl wiederum als wichtige Grundlage dafür, das ganze auch für virtuelle Räume zu denken und zu überlegen, welche Vorraussetzungen es mit sich bringt, solche wissensgenerierende Innovationsräume im virtuellen Raum aufzuspannen.
Innovation as a distributed, collaborative process of knowledge generation from Salzburg Research on Vimeo.

